Ignatius Aphrem II.
Mor Ignatius Aphrem II. Karim · Aphrem II. Karim
Patriarch von Antiochien und des gesamten Ostens · Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche
- 123. Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien (gewählt 2014)
- Vor seiner Wahl Erzbischof der Syrisch-Orthodoxen Diözese im östlichen USA
- Internationale Stimme für die Christen in Syrien während des Bürgerkriegs
- Sitz: Damaskus (Kathedrale St. Georg)
- Engagement im interreligiösen Dialog
Ignatius Aphrem II. (bürgerlich: Saïd Karim) wurde 1965 in Qamischli im Nordosten Syriens geboren — einer Stadt mit historisch starker syrisch-orthodoxer Präsenz. Nach theologischem Studium und Promotion zum Doktor der Theologie wurde er 1996 zum Erzbischof der Syrisch-Orthodoxen Diözese im östlichen USA geweiht, mit Sitz in New Jersey. Dort wirkte er fast zwei Jahrzehnte und betreute die wachsende Diaspora-Gemeinde in Nordamerika.
Am 31. März 2014 wählte ihn die Heilige Synode in Damaskus zum 123. Patriarchen von Antiochien — Nachfolger von Ignatius Zakka I. Iwas, der zwei Wochen zuvor gestorben war. Er trägt den traditionellen Namen Ignatius, den die syrisch-orthodoxen Patriarchen seit dem 13. Jahrhundert führen, in Anlehnung an Ignatius von Antiochien.
Seine Amtszeit fällt mitten in den syrischen Bürgerkrieg und den Niedergang des Christentums im Nahen Osten. Aphrem II. ist eine der wichtigsten Stimmen geworden, wenn es um den Schutz der Christen in Syrien, im Irak und im Libanon geht — international präsent bei UN, Weltkirchenrat und zahlreichen ökumenischen Foren.
Sein Sitz ist die Kathedrale St. Georg in Damaskus. Das Patriarchalvikariat in Deutschland — mit Sitz im Kloster Mor Jakob von Sarug in Warburg — untersteht ihm direkt.
- Wikipedia (EN): Ignatius Aphrem II · abgerufen 2026-05-20
- Offizielle Website des syrisch-orthodoxen Patriarchats · abgerufen 2026-05-20
- Wikidata · Q1389005